Saturday, May 16, 2026

 Senioren für Senioren


Wenn wir das Wort Senioren hören , denken wir sofort an ein Leben mit den Adjektiven alt, mühselig, einsam ,freudlos und traurig. Und leider ist das in vielen Fällen wahr. Das Leben hat sich im Alter geändert und die Umstände erlauben vielen nicht mehr, aktiv und unternehmungslustig zu sein.

Zur gleichen Zeit sitzen in Tierheimen, die aus den Nähten quellen, arme Tiere, die nicht vermittelbar sind. Weil sie Senioren sind!!!

Das ist die Einstellung , die mir immer wieder in Deutschland begegnet, Alt sein, ist überflüssig sein. Ist im Weg sein, kostet Geld, nimmt uns die Leistungen der Sozialversicherungen weg. Man ist zu langsam, man denkt nicht mehr so schnell und am Besten sollte man sich aus allem heraushalten.

Wissen Sie wie gut es tut, ein Tier zu haben, das man im Alter als Partner im Haus hat? Es spielt keine Rolle, ob es sich um Hund ,Katze , Vogel , Reptilien oder anderes handelt . Es geht um die Partnerschaft , die aufgebaut wird und auf Gegenseitigkeit beruht.Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Tierhaltung die Lebensqualität erhöht und die Lebensdauer verlängert.

Die Tiere in den Tierheimen hätten eine zweite Chance, wenn Senioren , Senioren adoptieren könnten.

In Kanada, ja in Kanada, wo auch die Schulen mit Integrationsschulung mehr Erfolg haben, haben sie schon lange ein Programm, in dem alte Menschen alte Tiere nicht nur adoptieren dürfen, sie bekommen diese Tiere auch zu reduziertem Preis und bekommen von Hilfsorganisationen auch noch Futter -und Gesundheitsunterstützung dazu.

Mir ist nicht bekannt , dass es so etwas hier in Deutschland gibt.

 WARUM eigentlich nicht?

Warum sitzen alle einsam herum und sind traurig, wenn es doch einfach wäre, diese Traurigkeit durch adaptierte Adoptionsgesetze zu verringern?

An wen wendet man sich, um einen Dialog zu beginnen? Ein Dialog, der ausserhalb der Silos des Alterdiskriminierung stattfindet. Mit Menschen , die auch Mut haben, dieses Thema anzuschneiden.

Das Thema, es gibt viele alte Menschen, die gerne adoptieren würden und es ihres Alters wegen nicht mehr dürfen. Die armen alten Tiere sitzen derweil im Käfig und warten auf den Tod.

Ich plädiere an die Tierschutzvereine, die Seniorenschutzbünde und jeden Einzelnen , dem das Wohl der Menschen und Tiere am Herzen liegt, bitte etwas zu unternehmen.

Was Kanada kann, das können wir auch.

Sunday, March 15, 2026

Schöppche 2.0

Grosszügig wurde die Planung und die Erbauung des Schöppche 2.0 der Caritas vorangetrieben. Danke der Wirtgen Stiftung und den Wirtgen Brüdern, die die Vision finanziell realisierten.

Architekten und Bauingenieure mit ihren planungs - und baulichen Mitarbeitern, arbeiteten zügig und zuverlässig , sodass nach nur 11 Monaten Bauzeit, das Gebäude  fertig war.

Auch den Visionären der Planung und der Verbalisierung ihrer Pläne gebührt Dank. Ohne Träume kann man kein Haus bauen.

Nun ist das neue Schöppche 2.0 eingeweiht und wird Menschen in Not ab Ende April zur Verfügung stehen.

Getragen wird der Service natürlich von der Caritas und den wohlausgebildeten und einfühlenden Sozialfachkräften, ohne den Einsatz der ehrenamtlichen Kräfte jedoch, wäre das Angebot sicher etwas reduzierter.

Ich möchte auf die Gruppe der Ehrenämtler ganz besonders hinweisen. Sie alle haben ganz spezielle  Gründe, gerade hier zu helfen. Lebenserfahrungen vielleicht, die den Blick auf hilflose Menschen und ihre Bedürfnisse schärft, den Wunsch in einem hingebungsvollen Team , einen Unterschied für Menschen  in Not zu machen.

Dazu gehören auch Lebensmittelspenden von einer Bäckerei, die schon lange liebevoll den Hungrigen exzellente Backwaren zur Verfügung stellt.

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter betreiben die Küchenservices und sorgen für warme Mahlzeiten , ein Frühstück für jeden und heissen guten Kaffee. Sie helfen mit der Annahme von gespendeten Kleidungsstücken und der Ausgabe von jahreszeitlich benötigter Kleidung und passendem Schuhwerk und halten das Schöppche sauber.

Sie arrangieren die Benutzung der Waschmaschine und des Trockners und ermöglichen das Duschen .  

Eine Frisörfachkraft schneidet die Haare, ein Anwalt berät in juristischen Fragen, ein Arzt und eine Krankenschwester untersuchen und behandeln Hilfsbedürftige, die wenn nötig an Fachärzte oder Krankenhäuser überwiesen werden. 

Um noch effizienter arbeiten zu können, möchte das Team der medizinischen Versorgung gerne ein (auch gebrauchtes ) EKG Gerät und einen (gerne auch gebrauchten) Ultraschall haben. Damit könnte man den Klienten stressige Wartezeiten in Arztpraxen ersparen und damit auch ein wenig das Gesundheitssystem entlasten. Im  neuen Behandlungszimmer ist Platz und alle würden gewinnen.

An Alle, wirklich jeden Einzelnen, der geholfen hat, hilft ,oder helfen wird ,Menschen in Not zu unterstützen, ein grosses herzliches Dankeschön und Bravo für ihr Engagement.



Wednesday, February 18, 2026

Move over Venus von Willendorf , die Frauen von Gönnersdorf kommen

 Hier in Gönnersdorf befindet sich eine der bedeutendsten altsteinzeitlichen Fundorte der Gegenwart!

Wir alle, die wir damals zur Schule gingen waren da, denn als man im März 1968 beim Ausschachten für einen Keller in Gönnersdorf , Knochen und Steinplatten fand, wussten es alle sofort.

Grosszügig und vorausschauend erlaubte der Bauherr , die Untersuchung dieser Artefakte und die Ausgrabung begann.Und wir alle kamen und schauten den Archäologen bei der Arbeit zu.Sie lagen auf Gestellen , sie balancierten auf Holzbalken , knieten im Bimsgestein  und trugen sorgfältig Schicht um Schicht den Bims ab , um Artefakte aus der Vulkanasche zu retten .Sie benutzten sogar Staubwedel und Pinsel.Es war mühsame Arbeit, aber so aufregend , das ich nach 60 Jahren immer noch sehr stolz darauf bin, sozusagen ,dabei gewesen zu sein.

Und jetzt haben wir das Archäologische Forschungszentrum und Museum für menschliche Verhaltensevolution im Schloss Monrepos, in dem alle Fragen über das Leben der Altsteinzeitmenschen gerne beantwortet werden.

Unsere Gönnersdorfer Artefakte waren richtungweisend im Verständnis der Lebensweise unsere Vorfahren der Spätsteinzeit.

Was man nun weiss, auf der anderen Rheinseite, wobei der Rhein damals ein mäandernder Fluss war, den man relativ leicht überqueren konnte , gab es in Andernach unterhalb des Martinsberges , einen weiteren Wohnort.einer  Familiengruppe.

Manche der Speerspitzen kamen vom Hochrhein , ca 300 km entfernt. Diese Menschen waren mobil!

Der Löwenmensch , wie auch die Frauengestalten geben uns immer noch Rätsel auf.Hatten diese Darstellungen religiöse Gründe, oder waren sie Ausdruck von Gefühlen oder dienten sie der Erinnerung?

Da sich hier in Gönnersdorf oftmals Jäger und Sammler trafen, könnte es auch das Equivalent einer Heiratsbörse gewesen sein. Und die Männer machten sich Notizen?

Ea ist wirklich empfehlenswert, unseren Vorfahren einmal nachzuspüren und sich in ihr Leben hineinzuversetzen. Immerhin fand es unter unseren Füssen statt.Das Museum in Monrepos verbindet das Anthropozän mit der Spätsteinzeit (Pleistozän und Holozän) und wir können uns daran erfreuen, was man ausgrabungstechnisch mitteilen kann. Bereichernd, vor allem dann, wenn es im eigenen Ort geschah.

Ich möchte darauf hinweisen, dass alle meine Aussagen , angelehnt sind an Informationen , die ich durch Fachbücher über die Ausgrabungen an sich und durch Informationen des Museums erhalten habe. Ich erhebe nicht den Anspruch auf archäologische Authentizität, sondern möchte lediglich Ihren Stolz und Ihr Interesse auf diese wichtige und weltbekannte Ausgrabung erwecken.

Ich wünsche Ihnen viel Spass beim Forschen!





Sunday, January 4, 2026

Epiphanie

Ich war auf meinem üblichen Rundgang Wollendorf nach Rodenbach .Plötzlich sah ich sie, sie waren über die Felder gekommen und auf dem Wege zum ersten Haus.

Sie waren königlich gekleidete Sternsänger , die unterwegs sind, um uns daran zu erinnern, das zu Weihnachten Jesus Christus geboren wurde. 

Die Sternsänger sollen mit ihren prächtigen Gewändern , an die Heiligen Drei Könige erinnern, die aus dem Morgenland gezogen kamen, um den Sohn Gottes zu verehren und mit Geschenken zu überhäufen.

Jetzt bringen sie den Segen C+M+B in alle Häuser und Wohnungen. C+M+B steht nicht nur für Caspar , David ,Melchior, es steht auch für Christus Mansionem Benedicat  (Christus segne dieses Haus).

Wie schön , diesen Segen , übers Jahr mit sich zu wissen.

Die jungen Menschen, die hier als Sternsinger unterwegs sind, haben noch viel mehr im Sinn. Sie wollen in diesem Jahr auf die Not und das Leid der Kinder aufmerksam machen. Sie sprechen sich gegen Kinderarbeit, Kindersoldaten und medizinisches Leid für Kinder aus. Alle gesammelten Spenden werden in diesem Jahr dem Kindermissionswerk  'Die Sternsinger' zur Verfügung gestellt.

 Es war schön, Jugendliche und ihre Familien geeint ihren Glauben leben zu sehen. Ich danke den drei Sternsängern von heute für ihre Initiative, so dass ich gerade heute diese positiven Worte formulieren durfte.